Archiv: Projekte

Projekte werden im Portfolio angezeigt.

Domhof

Logo Vreden

Aus der Analyse der Verkehrsflüsse in der Innenstadt wird deutlich, dass das Zentrum über vier Stadteingänge gut erreicht wird. Jedoch hat die südwestliche Innenstadt als Ort der Stadtgründung deutlich höhere Aufenthaltsqualitäten im Vergleich zum angrenzenden Bewegungsraum. An der Schnittstelle beider Räume liegt der Domhof.

Aus dieser Sichtweise fungiert der Domhof als Ort mit infrastrukturellen Kapazitäten für alle Verkehrsarten. Er ist Gelenk- und Orientierungspunkt, gleichzeitig Parkplatz für ankommende Autos mit direkter Anbindung ins Zentrum, Ort für den Kirmes, manchmal Veranstaltungsbereich, Treffpunkt oder Warteplatz für ein Taxi – ein flexibler „Alleskönner“, der den Bedürfnissen der Bewohner und Besucher genügt.

Eine Kleinsteinpflasterung mit unterschiedlichen Farben und Rauhigkeiten zoniert Laufwege und Orte für Parkplätze und andersartige Nutzungen. Im zentralen Bereich ermöglicht eine unversiegelte Bauminsel einen angenehmen und schattigen Aufenthalt. Sitzmöbel laden zum Verweilen ein, gleichzeitig werden hier Infrastrukturen des Ankommens integriert, z.B. WLAN, Fahrradpumpe und Elektroladesäulen für Pedelecs und Autos.


Gestaltung öffentlicher Raum


Programm: Neugestaltung des Domhofes als flexibel nutzbarer Platz, 7000 qm

Standort: Vreden, DE

Jahr: 2017 – 2019

Auftraggeberin: Stadt Vreden

Team: Joachim Schultz-Granberg, Therese Granberg, Tobias Birkefeld, Daniel Heuermann


Lageplan Domhof Vreden

 

Platz

Fahrbahn

 

verwandt und weiterführend
Die Stadt des ‚UND‘, Rahmenplan Vreden

 

 

 

 

Bezahlbar. Gut. Wohnen.

Die erweiterte deutsche Neuauflage zum 2014 erschienenen Buch Affordable Living erschien 2016 bei Jovis mit dem Titel: Bezahlbar. Gut. Wohnen. Strategien für erschwinglichen Wohnraum. 2017 wurde das Buch in 2. Auflage herausgebracht und wurde mit dem Architekturbuchpreis des Deutschen Architekturmuseums in Frankfurt ausgezeichnet.

Angemessenen und bezahlbaren Wohnraum für Alle zu schaffen, ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Die Kosten für Wohnraum steigen nicht nur in gesuchten Lagen schneller als die Einkommen. Teile der Bevölkerung werden verdrängt. Bezahlbarer Wohnraum wird oft gleichgesetzt mit billigem Bauen und einschlägige Klischees wie kleine Fenster, schlechten Materialien oder monotonem Geschosswohnungsbau.

Das Buch beschäftigt sich mit der Frage wie Strategien für bezahlbares Wohnen auch Treiber für Innovationen sein können. Neue Prozesse des Planens und Entwerfens, neue Modelle des Zusammenlebens und -arbeitens, ungewöhnliche räumliche Strategien, bedarfsgerechtere und flexible Grundrisse zeigen Möglichkeiten. Im Buch werden unter anderem die Gewinner des Hans Sauer Preis 2016 gezeigt, wegweisende Projekte, die vor allem aus dem Kontext neuer Bauherrenmodelle soziale Innovationen zeigen.

 


Klaus Dömer, Hans Drexler, Joachim Schultz-Granberg: Bezahlbar. Gut. Wohnen.  Strategien für erschwinglichen Wohnraum, Jovis, Berlin Erstauflage 2016, 3. Auflage März 2022 >>


Titel Bezahlbar Gut Wohnen

Preisverleihnung DAM, Frankfurt

Kernteil des Buches ist die systematische Analyse von 17 wegweisenden gebauten Projekten, die sich vor allem in Zentraleuropa befinden. Die Auswertung der Projekte verfolgt einen induktiven Ansatz, beruhend auf evaluiertem Wohnwert und Kostenkennwerten, einer hierfür speziell entwickelten Kosten-Nutzen-Analyse. Das Kriterium der Bezahlbarkeit ergibt sich aus dem Vergleich der lokal stark variierenden realen Kaufpreise bzw. Mieten der analysierten Projekte im Verhältnis zu lokalen statistisch erfassbaren Durchschnittswerten. Die Abweichung vom Durchschnitt liefert eine relative und vergleichbare Indikation für die Bezahlbarkeit.

Mit diesem Buch wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der Quantitäten und Qualitäten in Betracht zieht und die Frage des Wohnens auch als soziales Phänomen in Ursachen und Wirkungen darstellt. Der Katalog ist erweiterbar und bietet übertragbare Impulse für bezahlbares Wohnen. Die gewählten Beispiele stehen für eine repräsentative Auswahl von kostensenkenden Strategien. Prinzipielle Ähnlichkeiten innerhalb der betrachteten Projekte führen zu sechs Gruppierungen: Aktives Wohnmodell, Sozialer Katalysator, Rohbauregal mit Ausbauoption, Kompakte Wohnmodelle, Effiziente Struktur, Qualifizierte Wohnmaschine.

Liste der Projekte

 

Klaus Dömer, Hans Drexler, Joachim Schultz-Granberg
Bezahlbar. Gut. Wohnen. – Strategien für erschwinglichen Wohnraum
Konzept und Gestaltung: Bucharchitektur \ Kathrin Schmuck, Klaus Dömer
Zeichnungen: Tobias Grothues, Tabellen: Adrian Stapf
1. Auflage 2016, 2. Auflage 2017
Deutsch
Klappenbroschur
14 x 19 cm
296 Seiten, ca. 240 Abb.
ISBN 978-3-86859-432-410.2016
Jovis Verlag

 

weitere Publikationen
Affordable Living
City and Wind
Atlas IBA-Hamburg

 

Wohnen am Park

SSS OHV Spandau Axonometrie

Der zentral gelegene Stadtwald wird um öffentliche und gemeinschaftliche Nutzungen ergänzt und ist grüner Mittelpunkt des neuen Quartiers. Hier laufen alle Wege zusammen. Denkmalgeschützte Gebäude, Kindergarten und Freizeitnutzungen befinden sind in „Lichtungen“ unter Bäumen. Jedes Baufeld bekommt eine Adresse am Grün, die Havel ist nicht weit.

Das Grundstück besitzt mit ca. 25% Flächenanteil einen üppig gewachsenen Anteil öffentliches Grün. Hier befinden sich zwei Freiraumcharaktere: Der geschützte Bereich wird minimal durch offenporige Wege erschlossen und bleibt naturnah erhalten. Lediglich zwei denkmalgeschützte Gebäude und Spielinseln befinden sich hier. Außerhalb des geschützten Biotops bietet ein breiter Boulevard Raum für öffentliche Nutzungen, die in lockerer Anordnung am Waldsaum stehen.

Der städtebauliche Entwurf gliedert die Baumassen in einzelne Baufelder, die sich als Nachbarschaften verstehen. Jede Nachbarschaft besteht aus unterschiedlichen Charakteren, einem Langhaus, einem Turmhaus und einer Stadtvilla. Innerhalb jeder Nachbarschaft bieten die einzelnen Charaktere unterschiedlich zusammengesetzte Wohntypologien an.

Die bewusst gewählte „Typologie des Hybrids“ verbindet auf charmante Weise die Vorteile einer urbanen, innerstädtischen Blockstruktur mit den Vorteilen einer offenen Zeilen- und Solitärbebauung. Es entstehen halb-private, gut besonnte und durchlüftete Hofsituationen mit Südausrichtung, die gleichzeitig Schutz vor den Schallemissionen der angrenzenden Straßen bieten.


Städtebaulicher Realisierungswettbewerb


Programm: Autofreies Wohnen und Wohnfolgenutzungen, 10 ha

Standort: Berlin-Spandau, DE

Jahr: 2018

Ausloberin: GEWOBAG

Team: Therese Granberg, Joachim Schultz-Granberg, Tobias Birkefeld, Daniel Heuermann

Partner: Ludloff Ludloff, Herrburg Landschaftsarchitekten, EIBS GmbH Verkehrsplanung


 

 

SSG OHV Spandau Schnitt

Wohnen am Park

SSS OHV Spandau Boulevard-2

Lageplan

Wohnhof

konzept

Grünes Netzwerk

Mobilität

Grundstücke

Entsiegelung

Regenwassermanagement

SSG Spandau Modell

 

verwandt und weiterführend
Konversion der Oxford-Kaserne, Münster

Bezahlbares Wohnen

Das Ausstellungs- und Symposienprogramm „Bezahlbar. Gut. Wohnen.“ beschreibt, erklärt und diskutiert Strategien und Methoden zur Schaffung von bedarfsgerechtem und bezahlbarem Wohnraum. Es entstand im Rahmen der Kooperation mit dem AIT-Architektursalon. Die Inhalte stammen aus den vom Jovis Verlag herausgegebenen Büchern Affordable Housing (2014) und Bezahlbar. Gut. Wohnen. (2016 / 2017) und sind für die Ausstellung gesammelt, aufbereitet und resümiert worden.

Die Inhalte werden als großformatige Pläne auf die von Johannes Schilling entwickelte „Affordable Box“ aufgezogen, hinterleuchtet und präsentiert. Die Boxen sind ein einfaches und effizientes Konstrukt aus Wellpappe mit integrierten Leuchten und haben das Maß von 180x85x35 cm.

Themenbezogene Symposien mit Fachvorträgen und Diskussionen begleiten die in Deutschland tourende Wanderausstellung. In der Ausstellung sollen neben theoretischem Wissen gute Projektbeispiele vermittelt werden. Sie sollen konkret veranschaulichen, welche Probleme, Potenziale und Abhängigkeiten verschiedene Ansätze mit sich bringen und wie sie sich auf die Lebenswirklichkeit auswirken. Ausgangspunkt für das Projekt ist die Analyse einer Anzahl von herausragenden Beispielen der jüngeren Baugeschichte mit praktikablen Hinweisen und Anregungen für neue Projektplanungen aus der gleichnamigen Publikation.


Konzept und Kuration: Klaus Dömer, Joachim Schultz-Granberg

Unterstützung: AIT ArchitekturSalon Hamburg, Leitung: Kristina Bacht, Koordination: Myriam Fischer

Konzeption Austellungsboxen: Johannes Schilling

Layout: David Peralta

Inhalte: Klaus Dömer, Hans Drexler, Joachim Schultz-Granberg


 

Stationen: HO Berlin @ Make City Berlin (Juni 2015), AIT Architektursalon Köln (August – September 2015), AIT Architektursalon Hamburg (Dezember 2015 – Januar 2016), Die Chapel in Heidelberg (Juni 2016), Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz in Mainz (April – Mai 2017), Stadthausgalerie Münster (Juni – Juli 2018), Zentrum für Baukultur Sachsen (ZfBK) Dresden (Juli 2018), Tapetenwerk Leipzig (September 2018), ZfBK @ Das Tietz in Chemnitz (Oktober – November 2018), AIT Architektursalon München (März – April 2019)

 

verwandt und weiterführend
Publikation „Bezahlbar. Gut. Wohnen“

Gestaltungshandbuch

Idee, Plan, Realität: Das Ziel dieses Handbuches ist die Qualitätssicherung der vor der Realisierung stehenden städtebaulichen Leitgedanken, die im Masterplan repräsentiert sind. Die erarbeiteten Regeln zeigen eine Reihe von Prinzipien, die dem Gemeinwohl innerhalb des neuen Quartiers, der Gemeinschaft in den Höfen, der Nachhaltigkeit und funktionellen sowie technischen Aspekten dienlich sind.

Die erarbeiteten Gestaltungsleitlinien sind eine Sammlung von Prinzipien, die sich an alle im weiteren Realisierungsprozess Beteiligte richten. Dieser Leitfaden ermöglicht die Bewertung von konkreten Bauvorhaben, ist Grundlage für die Auslobung von Wettbewerben und Mehrfachbeauftragungen, Hilfe für Konzeptvergaben und schlußendlich ein Angebot an alle im weiteren Realisierungsprozess Beteiligte, diese Gedanken aufzunehmen und in die Umsetzung zu tragen bei gleichzeitiger Offenheit für individuelle Lösungen, gemäß den Worten von Luigi Snozzi: Jede der Regeln kann gebrochen werden, wenn das Projekt besser ist als die Regel.


Gestaltungshandbuch


Standort: Münster, DE

Jahr: 2017

Auftraggeberin: Stadt Münster

Team: Joachim Schultz-Granberg, Therese Granberg, Max Rudolph, Martin Dennemark

Partner: bbz landschaftsarchitekten berlin


zugehöriger Masterplan
Oxford-Kaserne

 

Die Stadt des ‚UND‘

Stadt ist Lebendigkeit, Parallelität und Vielfalt. Vreden ist eine Stadt mit 12.000 Einwohnern an der holländischen Grenze, deren Zukunft nicht durch reglementierende Verkehrsberuhigung erlahmen darf. Es geht um eine ausgewogene Balance aller stattfindenden Aktivitäten, eine Kultur des vitalen Nebeneinander – um das ‚UND’.

Die südöstliche Innenstadt Vredens gehört zur städtebaulichen Textur, deren Charakter im Vergleich zum zentralen Marktplatz ruhiger und anonymer ist. Baulücken, unscheinbare oder fehlende Adressen, ungenutzte Ecken und verbesserungswürdige öffentliche Räume erlauben Aufwertung durch punktuelle Eingriffe. Ein Katalog von kombinierbaren Maßnahmen verfolgt Verbesserungen zu folgenden Schwerpunkten: bauliche Ergänzungen, Neustrukturierung des fließenden und ruhenden Verkehrs, Aktivierung von Räumen und Aufräumen von Restflächen und untergenutzten Orten.

Dem Domhof kommt als zentraler öffentlicher Raum der südöstlichen Innenstadt eine Schlüsselfunktion zu. Er ist sehr gut erreichbar und bietet gleichzeitig den Zugang zum zentralen Marktplatz und zu den dort liegenden Sehenswürdigkeiten. Eine öffentliche Überdachung markiert den Domhof als Gelenk- und Orientierungspunkt und bietet Raum für die Integration von Mobilitätsfunktionen.


Strategischer Rahmenplan


Programm: Entwicklung Leitbild, Typologien und Gestaltungsideen, 5 ha

Standort: Vreden, DE

Jahr: 2017

Ausloberin: Stadt Vreden

Team: Joachim Schultz-Granberg, Therese Granberg, Daniel Heuermann, Marlen Lulu Sartorius


 

Strategic Plan

Öffentliches Dach Domhof

Öffentliches Dach Domhof

Aktives Ergeschoss

Stadteingang

Hybrides Parken

verwandt und weiterführend
Planung Domhof Vreden

 

Weisses Haus

Die traditionelle schwedische Westküsten-Architektur aus der Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeichnet sich durch ihre massiven Steinsockel aus. Die Architektur wurde zu dieser Zeit vom Jugendstil inspiriert und zeichnet sich durch ein großes Mansarddach mit einem Schornstein an der Spitze und den dezenten Holzprofilen der Fassade aus.

Das Haus wurde ursprünglich für die Großfamilie gebaut. Diese Tradition wurde bis heute beibehalten. Das Erdgeschoss, mit seinen dicken Mauern aus Sprengstein, bietet Platz für eine kleine Tischlerei, eine Backstube, eine Waschküche und zusätzliche Betten für Gäste. Die massiven Holzwände machen das Gebäude sehr stabil und windabweisend. In den fünfziger Jahren erlebte das Haus eine rohe Renovierung und wurde wegen des Mangels an Geld und Wissen vieler originaler Außen- und Innendetails beraubt.

Im Rahmen der Renovierung wurden ursprüngliche Details wiederhergestellt und so weit möglich traditionelle Materialien verwendet. Dennoch mussten wegen des schlechten Zustands die gesamte Fassade, das Dach und große Teile des Innenraums erneuert werden. Das Ergebnis vereint den Geist hundertjähriger Architektur mit modernen Standards und zeitgemäßen Bedürfnissen.


Renovierung und Umbau


Standort: Hönö, SE

Jahr: 2016 – 2017

Auftraggeber: privat

Team: Therese Granberg, Joachim Schultz-Granberg


SSG Weisses Haus Ansicht Schnitt

weitere Häuser
Haus Caputh

Haus Caputh

SSG Lageplan Haus Caputh

Das Haus liegt unweit von Potsdam in Caputh inmitten der Brandenburger Seenlandschaft, die durch die Havel gebildet wird. Aus erhöhter Position am flachen Nordhang öffnet sich ein weitläufiges Panorama auf die Havelseen. Form und Ausrichtung des Hauses ermöglichen den Blick auf die Seenlandschaft aus den Räumen im Obergeschoss und von der angrenzenden Terrasse. Die versetzten Kubaturen bilden innen und außen geschützte und offene Bereiche, die vielfältige Bezüge zum Garten und zum angrenzenden Naturschutzgebiet bilden.


Standort: Caputh, DE

Jahr: 2014 – 2017

Auftraggeber: privat

Team: Therese Granberg, Joachim Schultz-Granberg

Partner: häfner jiménez betcke jarosch landschaft, Ehrlich+Friedrich (LPH 05-08)


 

verwandte Projekte
Weisses Haus

Kiruna

Der Beitrag ist das Ergebnis einer Forschungsreise zusammen mit Dr. Mark Kammerbauer in die Bergbaustadt Kiruna, 140 km nördlich Schwedens Polarkreis. Die Stadt ist bekannt für den Abbau von Eisenerz. Täglich wird eine Menge gefördert, die für den Bau von sechs Eiffeltürmen reichte. Der Bergbau erfolgt seit 2012 unter Tage bis zu einer Tiefe von knapp 1.400 m. Auf etwa 400 km unterirdischen Straßen werden die Bergarbeiter in Bussen zur Arbeit gebracht; in jedem Stollen gibt es WLAN. Zwei Drittel der Stadtbevölkerung arbeitet in der Mine; die Bewohner nennen diese auch „Mutter“.

Täglich nach Mitternacht wird gesprengt. Mit einem 20 t schweren Fahrstuhl werden pro Fahrt 40 t Erz an die Oberfläche gebracht. In langen Güterzügen gelangt der Rohstoff zum Hafen in Narvik (Norwegen) und wird per Schiff abtransportiert. Etwa 95% der europäischen Metallprodukte werden mit dem Eisenerz aus Kiruna hergestellt.

Seit einigen Jahren unterminiert der Bergbau zunehmend die Stadt. Gerade das Zentrum Kirunas liegt auf einer wachsenden Deformationszone und soll auf Basis eines Masterplanes „umziehen“. Ein neues Rathaus entsteht auf der grünen Wiese ca. 3 km vor der Stadt auf sicherem Grund. Ein Teil der wertvollen Gebäude werden demontiert und im neuen Zentrum wieder aufgebaut. Ein anderer Teil wird zerstört, z.B. das denkmalgeschützte Rathaus des Architekten Artur von Schmalensee und das Wohnensemble Ortdrivaren von Ralph Erskine (Bilder unter diesem Absatz). In Kiruna findet damit eine der größten städtischen Transformationen in Europa statt. Für mehr Informationen: Topos no. 102.

Die Fotodokumentation über Ortdrivaren wurde dem Archiv des Zentrums für Architektur und Design in Stockholm, Ark Des zur Verfügung gestellt (Fotos: Joachim Schultz-Granberg)


Mark Kammerbauer, Joachim Schultz-Granberg: Dark Metal in Kiruna – What happens when the lights go out in a mining city?  – in Topos 102, 2018 (p.50) >>


Topos Darkness Kiruna Stadtforschung

 

SSG Kiruna Stadtforschung 03

Blick auf das Hauptgebäude der Mine

Kiruna, Vedute

planned demolition: Ortdrivaren, Ralph Erskine (1961)

planned demolition: Ortdrivaren

planned demolition: Ortdrivaren

planned demolition: Rathaus, Artur von Schmalensee (1958)

park from the ruins of demolished houses

Basar Berlin

Es gibt keine Flüchtlingsfrage, sondern eine Wohnungsfrage – BASAR BERLIN – die neue Gründerstadt – ist eine wandlungsfähige, flexible Wohn- und Arbeitsstruktur für Flüchtende, Einkommensschwache, Kreative und engagierte Bürger – eine Ankunftsstadt in der Stadt. Die Kombination von Wohnen und Arbeiten ist Voraussetzung für Integration. Das war auch in der Gründerzeit so. Heute ist jedoch Arbeit mehr und mehr eine Frage der Selbstinitiative. Die neue Gründerstadt bietet Räume hierfür.

SSG Basar Berlin Cuvrybrache Staedtebau

 

SSG Basar Berlin Module

BASAR BERLIN wird als urbanes Quartier ausgewiesen. Jetzt wird wieder in der Stadt produziert und der Gründer zum Produzenten. Das Grundmodul besteht aus einem Sockelgeschoss für Gewerbe und Start-Ups. Hier befinden sich vorrangig Gewerbenutzungen. Das Dach des Sockels ist Fundament für ein Ensemble von darauf stehenden Wohngebäuden, die durch versetzte Anordnung hofartige Räume bilden. Der Basismodule bilden ein erweiterbares System, das sich mühelos an innerstädtische Grundstücke anpassen lässt. Anzahl und Position der Wohnkubaturen lassen sich kontextabhängig dosieren.

Die Erschließung erfolgt außenliegend mittels überdachter Laubengänge. Die Dimensionierung erlaubt die anteilige Nutzung der Außenflächen als Terrassen und Balkone. Hier liegen die Orte, wo sich beiläufig die Gemeinschaft bilden kann. Das Dach der Sockelzone und die Laubengänge schaffen Raum für nachbarschaftliches Gemeinwesen.

Die neue Gründerstadt ist dicht, urban, effizient und daher kostengünstig zu errichten. Die hohe Motivation ihrer Bewohner und deren Gründungswille macht sie zum Katalysator für die umgebende Nachbarschaft und aktivieren den Stadtraum.


Ideenwettbewerb „Stadt im Wandel – Stadt der Ideen“, 2. Preis


Programm: Konzept für eine wandlungsfähige Ankunftsstadt

Standort: Cuvrystraße (exemplarisch für Berlin, DE)

Jahr: 2016

Auslober: www.plattformnachwuchsarchitekten.de

Team: Joachim Schultz-Granberg, Therese Granberg, Tobias Grothues

Partner: Ziegert | Roswag | Seiler Architekten


 

SSG Berlin Award Grundrisse

 

 

Johanna

Stefan & Ali

Ahmed

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Publikation Bezahlbar. Gut. Wohnen